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Regionale Nachrichten

Hochwassergefahr für Mehlem: Glasfaser im Keller

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Mehlem könnte unter Hochwasserbedingungen problematisch werden. Welche Risiken birgt die Platzierung der Verteilerkästen im Keller?

Jonas Fischer23. Juli 20262 Min. Lesezeit

Hochwasser und Glasfaser: Eine bedenkliche Kombination

In Mehlem, einer idyllischen Region am Rhein, wird der Ausbau des Glasfasernetzes mit viel Enthusiasmus vorangetrieben. Doch während die Bürger sich über schnellere Internetverbindungen freuen, könnte ein gewisser Umstand über die Freude trüben: die Verteilerkästen, die in den Kellern zahlreicher Häuser installiert werden. In einer Gegend, die nicht gerade für ihre Hochwasserresistenz bekannt ist, stellt sich die Frage, ob die Platzierung dieser Kästen an einem solchen Ort nicht etwa mehr Probleme schaffen könnte, als sie lösen.

Die Idee, Glasfaserleitungen in Kellern zu unterbringen, mag aus einer rein praktischen Perspektive Sinn machen. Der Zugriff ist unkompliziert, die Technik ist geschützt vor Wind und Wetter. Aber was passiert, wenn die örtlichen Gegebenheiten, sprich: Starkregen und Hochwasser, das Idylle Bild stören? Die neuralgischen Punkte in Mehlem, wo die Verteilerkästen platziert werden, könnten bei einer Überschwemmung zu den ersten Zielen der Fluten werden. Es ist kaum vorstellbar, dass eine nachfolgende Datenübertragung über nasse Kabel von Erfolg gekrönt sein könnte.

Eine Frage der Sicherheit

Für die Planer mag es eine verlockende Option gewesen sein, die Verteilerkästen in Kellen zu installieren. Ein Platz, der nahe am Geschehen ist, eine Infrastruktur, die schnell erreichbar ist. Doch die Risiken sind nicht von der Hand zu weisen. Die jüngsten Wetterereignisse erinnern uns eindringlich daran, dass der Klimawandel den Wasserhaushalt in vielen Regionen durcheinanderbringt. Hochwasser, das vor einigen Jahren noch als unwahrscheinliches Szenario galt, könnte zur Normalität werden. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob die Entscheidungsträger wirklich genug abgewogen haben.

Darüber hinaus gibt es da noch die ungebrochene Begeisterung für die Digitalisierung, die oft wichtiger erscheint als die Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. Die Verquickung von Fortschritt und Sicherheit ist in diesem Fall besonders heikel. Möglicherweise existieren Lösungen, die die Fragilität unserer Infrastruktur berücksichtigen, aber ob sie auch umgesetzt werden, bleibt fraglich.

So wird Mehlem sich bald entscheiden müssen, ob die Vorzüge eines modernen Glasfasernetzes die potenziellen Gefahren der Hochwasseranfälligkeit überwiegen. Und vielleicht ist dies auch ein kleiner Spiegel für eine größere Debatte über den Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels.

Ob Investitionen in die digitale Zukunft wirklich für alle Bürger von Vorteil sind oder ob sie die Risiken der Natur in den Hintergrund drängen, ist eine Frage, die auf eine Antwort wartet.

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